Die Boxdorfer Werkstatt

Über 320 engagierte Mitarbeiter mit und ohne Behinderung arbeiten in der Boxdorfer Werkstatt. Wir bieten umfangreiche Reha-Angebote.

Hierbei spielt der geschützte Rahmen eine wesentliche Rolle. Menschen haben die Möglichkeit, die Unterstützung und die Zeit sich individuell zu entwickeln.

Das Angebot reicht vom Ermöglichen einfachster Arbeit über erfolgreiche berufliche Qualifizierung und qualifizierte Tätigkeiten in der Boxdorfer Werkstatt bis hin zur Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

In verschiedensten Arbeitsfeldern können sich Beschäftigte erproben.

Von der einfachen aber auch komplexen Verpackung und Montage, über hauswirtschaftliche Tätigkeiten, bis hin zu "Dienstleistungen rund ums Büro" beim Scannen von Akten, Abwicklung von Mailings, Kommissionieren von Büroartikeln oder der Bearbeitung von digitalisierten Dias.

Angepasste Arbeitsplätze, spezielle Vorrichtungen und die individuelle Assistenz durch Mitarbeiter und Pflegekräfte sind hierfür die Voraussetzung.

 

Berufsbildungsbereich

Berufliche Qualifizierung

Die Boxdorfer Werkstatt ist eine Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung mit besonderen Angeboten für Menschen mit Körperbehinderung. 
Der BerufsBildungsBereich (BBB) ist das Eingangstor zur Werkstatt.

Zum Kennenlernen der Werkstatt und ihrer Arbeitsbereiche bieten wir ein einwöchiges Vorpraktikum an. Die Mitarbeiter des Berufsbildungsbereiches begleiten dieses intensiv. Im Vorpraktikum können die Arbeiten in der Werkstatt ausprobiert und eigene Eindrücke gesammelt werden.

Bei positivem Verlauf des Vorpraktikums kann die Aufnahme in das Eingangsverfahren der Boxdorfer Werkstatt vorbereitet werden.

Voraussetzung dafür ist die Übernahme der Kosten für Eingangsverfahren und den anschließenden Berufsbildungsbereich durch einen Leistungsträger.

Ansprechpartner ist bei Berufseinsteigern in der Regel die Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit.

Für Menschen mit dem Wunsch eines beruflichen Wiedereinstiegs z.B. nach Unfall oder Schlaganfall ist meist die Rentenversicherung zuständig. In Einzelfällen können auch andere Leistungsträger  die Kosten übernehmen.

Das dreimonatige Eingangsverfahren ist eine Probephase für alle Beteiligten. Teilnehmer und Mitarbeiter der Werkstatt können überprüfen, ob die Boxdorfer Werkstatt das geeignete Angebot für den Teilnehmer ist. Stimmen alle Beteiligten darin überein, schließen sich 24 Monate im Berufsbildungsbereich an.
Andernfalls unterstützen wir den Teilnehmer bei der Suche nach einer geeigneten Alternative.

Inhalte und Struktur

Der Berufsbildungsbereich der Boxdorfer Werkstatt ist abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse unserer Klienten. Es erfolgt eine gezielte Einarbeitung am Arbeitsplatz und individuelle Begleitung jedes einzelnen Teilnehmers während der Berufsbildungsmaßnahme. Jeder Teilnehmer ist von Anfang an in einer Arbeitsgruppe tätig, die seinem im Praktikum erprobten Persönlichkeits- und Fähigkeitsprofil entspricht.

Im Rahmen regelmäßig stattfindender Bildungsmodule und durch betriebsinterne Praktika haben die Teilnehmer des Berufsbildungsbereiches die Möglichkeit, die verschiedenen Arbeitsfelder der Boxdorfer Werkstatt eingehend kennen zu lernen:

  • Montieren
  • Verpacken
  • Büro-Artikel-Logistik
  • Lager & Logistik
  • Hauswirtschaft
  • EDV-Dienstleistungen

Neben der beruflichen Entwicklung finden wöchentlich Einzeltermine und/oder Kleingruppenarbeit statt, um die Gesamtpersönlichkeit individuell zu fördern.

Die Inhalte der beruflichen Bildung werden für und mit jedem Teilnehmer individuell ermittelt. Sie können beispielsweise aus den Bereichen Arbeits- und Berufskunde, Soziale Kompetenzen, Allgemeinbildung, Lebenspraxis sowie IT- und Medienfähigkeit stammen. Motorische und kognitive Fähigkeiten werden ebenfalls gefördert.

Im Verlauf dieser zwei Jahre findet jeder Beschäftigte die Arbeitsgruppe der Werkstatt, in der er seine Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben am besten umsetzen kann.

Ein Wechsel des Arbeitsbereiches und berufliche Weiterbildung sind auch später z.B. über „arbeit plus“ jederzeit möglich.

Teilnehmerkreis

Bei uns bewerben sich

  • junge Menschen mit Körperbehinderung, die nach der Schule ins Berufsleben starten möchten
  • Menschen, die nach Unfall oder Krankheit eine Behinderung haben 
  • und eine neue berufliche Perspektive suchen

Zur Vorbereitung eines Praktikums brauchen wir 

  • eine Bewerbung mit kurzem Lebenslauf
  • eine Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • Angaben zu Art und Umfang der Behinderung
  • ggf. eine Kopie des Betreuerausweises
  • sowie bei Schülern/Schulabgängern: eine Kopie des aktuellen Schulzeugnisses.

Die Aufnahme in den Berufsbildungsbereich kann nur erfolgen, wenn die Maßnahme durch einen Leistungsträger gefördert wird. Wir empfehlen allen Interessenten vor einem Praktikum in unserer Einrichtung Kontakt mit einem möglichen Leistungsträger (siehe oben) aufzunehmen.

Die Basis der Maßnahmen Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich bilden die Sozialgesetzgebung (SGB IX und SGB XII) und die Werkstättenverordnung.

Im Berufsbildungsbereich wird die berufliche Bildung und die persönliche Entwicklung gefördert. Dabei ist eine personenorientierte pflegerische Versorgung und qualifizierte Assistenz sichergestellt. Weitere Informationen finden Sie in unserem Informationsblatt.

 Weitere Informationen finden Sie in unserem Informationsblatt.

Ihre Ansprechpartnerin

Monika Brechtel
Boxdorfer Werkstatt – Berufsbildungsbereich
Am Spund 4, 90427 Nürnberg

Tel.: 0911-93099-57
Mail: Monika Brechtel

 

 

 

 

"arbeit plus" - Entscheidungen möglich machen
Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

"Arbeit plus" unterstützt Menschen mit Behinderung eigene berufliche Erfahrungen zu machen, ihre Fähigkeiten zu erkunden und ihren eigenen Entscheidungen für ihr Berufsleben zu treffen.

Eine aktuelle Berichterstattung finden sie hier: 

 

Vorbereitung und Qualifizierung in der Werkstatt

Durch die Qualifizierung in der Werkstatt wird vorhandenes Wissen der Teilnehmer/innen aufgefrischt und erweitert. Die Werkstatt wird hierbei als Lernort genützt. Alle theoretischen Inhalte können direkt in der täglichen Arbeit umgesetzt werden.

Integration kann nur gelingen, wenn der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Neigungen im Mittelpunkt steht.

Schwerpunkte der Qualifizierung sind hierbei ein Kommunikationstraining, sowie eine tätigkeitsspezifische Schulung in verschiedensten Bereichen, je nach Eignung und Neigung der Teilnehmer/innen.

Praktika

In Praktika werden die erworbenen Fähigkeiten erprobt, eingesetzt und vertieft. Gleichzeitig wird damit auch die persönliche Eignung für den Arbeitsmarkt ausgelotet oder noch weiterer Qualifizierungsbedarf erkannt. Diese Betriebspraktika dauern in der Regel 6 Wochen. Sie sind für die Praktikumsgeber weder mit Kosten noch mit weiteren Verpflichtungen verbunden. Die intensive Begleitung während dieser Zeit wird durch die Boxdorfer Werkstatt sichergestellt.

Vermittlungen


Rahmendaten zu den Vermittlungen

  • Insgesamt wurden 47 Teilnehmer/innen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bei der Vermittlung begleitet.
  • Die Arbeitsverträge sind sozialversicherungspflichtig und tariflich bezahlt
  • Aus der Boxdorfer Werkstatt erfolgten 25 Vermittlungen
  • Es wurden weit über 400 Praktika durchgeführt
  • Nachhaltigkeit der Vermittlungen seit Jahren konstant weit über 85%  

Den Arbeitsplatz von Herrn Y. im Bereich Lager und Logistik können sie in diesem kurzen Film kennenlernen! (Film: "Herr Y. stellt seinen Arbeitsbereich vor")

Bereits seit 1998 arbeitet Frau G. auf diesem Montagearbeitsplatz bei Sontheimer Elektroschaltgeräte in Nürnberg .

Ihre Meinung hier.

Herr M. ist Mitarbeiter in der Fertigung bei Aichinger in Wendelstein.

Seine Meinung hier.

Im Logistikbereich der IKEA in Fürth arbeitet Herr H.

Seine Meinung hier.

Arbeitgeberinformationen


Unternehmen bietet "arbeit plus" viele Vorteile.

Sie beschäftigen einen Mitarbeiter mit passgenauen Fähigkeiten für Ihren Arbeitsplatz und einer überdurchschnittlichen Motivation.

Durch kostenlose Einarbeitungszeit, vorherige Betriebspraktika und

  • Einsparungen bei der Ausgleichsabgabe
  • Lohnkostenzuschüsse
  • Mehrfachanrechnung auf die Pflichtplatzquote
  • Förderung der Arbeitsplatzausstattung

sowie sonstige Förderungen durch die Integrationsämter rechnet sich die Einstellung eines Teilnehmers auf jeden Fall.

So unterstützen wir Sie

  • Kostenloses Kennenlernen der Praktikanten
  • Organisation der Einarbeitungshilfe für den Praktikanten
  • Begleitung und Betreuung während des Praktikums und des gesamten Integrationsprozesses
  • Herstellung der Kontakte zu allen am Integrationsprozess beteiligten Behörden
  • Unterstützung bei der Beantragung der Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  • Bei Bedarf auch langfristige Unterstützung und Beratung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer (als Gesellschafter und Kooperationspartner des Integrationsfachdienstes Mittelfranken) 

Zusammengefasst finden Sie diese Informationen hier in unserem Prospekt!

Die Erfahrungen von Arbeitgebern mit uns, finden Sie z.B. hier:

Referenzschreiben Tutogen Medical

Referenzschreiben Nürnberger Versicherung

Information für Teilnehmer

„arbeit plus“ bietet

  • Beratung und persönliche Zukunftsplanung
  • Training sozialer Kompetenzen und persönliche Weiterentwicklung
  • Erkunden der eigenen Fähigkeiten
  • Berufspraktische Schulung und interne Praktika
  • Individuelle Berufsplanung und gemeinsame Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz
  • Berufsbegleitung
  • Aufbereitete Informationen.   

„peerXpert“ -  auf Augenhöhe voneinander lernen

Mensch mit Behinderung unterstützt Mensch mit Behinderung lautet das Motto. Die Teilnehmer/innen von „arbeit plus“ erhalten Unterstützung durch den „peerXpert“:

  • in den Schulungen,
  • beim Erlernen von Tätigkeiten,
  • in Beratungsgesprächen.

Der „peerXpert“

  • hat bereits eigene reflektierte Erfahrungen,
  • wird angeleitet und ausgebildet,
  • reflektiert bei der Ausbildung nochmals eigenes Verhalten,
  • teilt Wissen und Erfahrung.
Betriebliches Arbeitstraining


Seit 2001 beteiligt sich die Boxdorfer Werkstatt am Projekt "Betriebliches Arbeitstraining". Dieses Projekt wird von ACCESS Integrationsbegleitung koordiniert und durchgeführt.


Ziel des Projekts ist, im Anschluss an den Berufsbildungsbereich der Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten.
Im Rahmen des betrieblichen Arbeitstrainings können sich Beschäftigte aus dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt durch Praktika in Firmen des allgemeinen Arbeitsmarkts gezielt qualifizieren.


Ein Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich der Boxdorfer Werkstatt konnte im Anschluss an das betriebliche Arbeitstraining direkt in eine Firma wechseln.

Berichterstattung


Berichterstattung in der Nürnberg Zeitung zur 25. Vermittlung im Januar 2017

In der Frankenschau im Februar 2017 ein Bericht über die Vermittlung eines Teilnehmers zum REWE-Markt in Boxdorf und auch noch in der Rundschau mit einem verkürzten Bericht.

Die 22. Vermittlung aus der Boxdorfer Werkstatt in der NZ vom 13.03.15

Behördenspiegel Juli 2014 

 

 

 

Der Werkstattrat stellt sich mit seinen Aufgaben vor !

Der Werkstattrat als Interessenvertretung der Beschäftigten hat in unserer Werkstatt eine lange Tradition. Er wurde bereits Mitte der 1970er Jahre in der Werkstatt eingerichtet und wird seit Einführung der Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) im Jahr 2001 alle vier Jahre neu gewählt.

In der Boxdorfer Werkstatt hat der Werkstattrat 5 feste Mitglieder, die sich jeden Freitag von 10.00-11.00 Uhr zur Sitzung treffen. Zusätzlich plant der Werkstattrat eine wöchentliche Sprechstunde für Beschäftigte mit Behinderung und Mitarbeiter.

Der Werkstattrat ist der Vermittler zwischen den Beschäftigten mit Behinderung und der Werkstatt. Er ist Ansprechpartner bei Problemen, Anliegen und auch Ideen der Beschäftigten und bespricht sie mit den zuständigen Stellen. Die Mitglieder des Werkstattrates sollen dabei helfen, Probleme zu lösen und die Arbeitsbedingungen in der Werkstatt zu verbessern. Sie sollen darauf achten, dass Gesetze eingehalten werden und die Rechte der Beschäftigten gestärkt und beachtet werden.

Zweimal im Jahr ruft der Werkstattrat eine Vollversammlung der Beschäftigten und Mitarbeiter ein. Hier kann jeder seine Fragen und Anliegen vorbringen, mit den Kollegen diskutieren und Anregungen und Vorschläge direkt mit den zuständigen Stellen besprechen.

Der Werkstattrat hat einen eigenen Briefkasten für Beschwerden und Anregungen der Beschäftigten mit Behinderung und am schwarzen Brett werden die neuesten Informationen zu wichtigen Themen ausgehängt.
Hier können Sie unseren Werkstattrat per E-Mail erreichen: Werkstattrat der Boxdorfer Werkstatt

Film1: Boxdorfer Werkstatt