Die Boxdorfer Werkstatt

Über 250 engagierte Mitarbeiter mit und ohne Behinderung arbeiten in der Boxdorfer Werkstatt. Wir bieten umfangreiche Reha-Angebote.

Hierbei spielt der geschützte Rahmen eine wesentliche Rolle. Menschen haben die Möglichkeit, die Unterstützung und die Zeit sich individuell zu entwickeln.

Das Angebot reicht vom Ermöglichen einfachster Arbeit, über erfolgreiche berufliche Qualifizierung und qualifizierter Tätigkeit in der Boxdorfer Werkstatt, bis hin zur Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

In verschiedensten Arbeitsfeldern können sich Beschäftigte erproben.

Von der einfachen aber auch komplexen Verpackung und Montage, über hauswirtschaftliche Tätigkeiten, bis hin zu "Dienstleistungen rund ums Büro" beim Scannen von Akten, Abwicklung von Mailings, Kommissionieren von Büroartikeln oder der Bearbeitung von digitalisierten Dias.

Angepasste Arbeitsplätze, spezielle Vorrichtungen und die individuelle Assistenz durch Mitarbeiter und Pflegekräfte sind hierfür die Voraussetzung.

Berufsbildungsbereich

Begleitet werden Sie vom Team des Berufsbildungsbereiches
Begleitet werden Sie vom Team des Berufsbildungsbereiches!

Ablauf und Dauer

Mit dem BerufsBildungsBereich (BBB) beginnt die berufliche Rehabilitation in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Der BBB ist also das Eingangstor der Boxdorfer Werkstatt für Personen, die neu in der Werkstatt beginnen wollen. Übergeordnete Ziele im BBB sind:

  • Eingliederung in die Arbeitsbereiche der Werkstatt und  / oder
  • Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bzw. an eine weitere Institution der beruflichen Rehabiltation.

Vor der Aufnahme in den BBB findet ein Vorpraktikum statt. Bei positivem Ver- lauf für den Praktikanten als auch für die Werkstatt erfolgt die Aufnahme in das dreimonatige Eingangsverfahren (EV). Voraussetzung dafür ist, dass die Kosten für die Maßnahme in der Werkstatt über- nommen werden. Für EV und BBB ist der zuständige Leistungsträger meist die Agentur für Arbeit.

Sind nach dem EV der Beschäftigte und die Mitarbeiter der Werkstatt der Auffassung, dass die Werkstatt die geeignete Einrichtung für den Beschäftigten ist, so schließen sich 24 Monate BBB an. 

Inhalte und Struktur

In der Boxdorfer Werkstatt gibt es einen personenorientierten BBB, der auf die speziellen Bedürfnisse des Personenkreises abgestimmt ist: 

  • Es erfolgt eine gezielte Einarbeitung und individuelle Begleitung der Beschäftigten am Arbeitsplatz. 
  • Jeder Beschäftigte arbeitet von Anfang an in einer für sein Persönlichkeits- und Fähigkeitsprofil passenden Arbeitsgruppe

Im Rahmen regelmäßig stattfindender Bildungsmodule und betriebsinterner Praktika haben die Teilnehmer des BBB die Möglichkeit, die verschiedenen Arbeitsfelder der Boxdorfer Werkstatt eingehend kennen zu lernen:

  • Montieren
  • Verpacken
  • Bürodienstleistungen
  • Lager & Logistik
  • Hauswirtschaft 

Neben der beruflichen Entwicklung durch Bildungsmodule und Praktika in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Werkstatt finden wöchentlich Einzeltermine und Kleingruppenarbeit statt, welche die individuelle Förderung der Gesamtpersönlichkeit als Ziel haben.

Die Inhalte der beruflichen Bildung werden für und mit jedem Teilnehmer individuell ermittelt und können beispielsweise aus den Bereichen Arbeits- und Berufskunde, Soziale Kompetenzen, Allgemeinbildung, Lebenspraxis sowie IT- und Medienfähigkeit stammen. Des Weiteren können motorisches und kognitives Geschick Gegenstand der Einzelförderung sein. Nach dem erfolgreichen Abschluss der beruflichen Bildung entscheidet sich der Beschäftigte für eine Arbeitsgruppe der Werkstatt, in der er seine Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsleben am besten umsetzen kann.

Teilnehmerkreis

Viele Teilnehmer im BBB sind junge Erwachsene, die den Besuch der Förderschule beendet und die Schulpflicht erfüllt haben.

In Eingangsverfahren und BBB werden aber auch Menschen aufgenommen, die eine Behinderung nach Krankheit oder Unfall haben und nun einen geeigneten Weg zur beruflichen Rehabilitation finden möchten. Auf Basis der gesetzlichen Rahmenvorgaben der Sozialgesetzgebung (SGB IX und SGB XII) sowie der Werkstättenverordnung (WVO) wird eine Maßnahme angeboten, in deren speziellem Lernumfeld berufliche Bildung und persönliche Entwicklung der Teilnehmer gefördert werden. Zudem ist eine personenorientierte pflegerische Versorgung und qualifizierte Assistenz sichergestellt. Weiteres in unserem Prospekt.

Der Werkstattrat stellt sich mit seinen Aufgaben vor !

Der Werkstattrat als Interessenvertretung der Beschäftigten hat in unserer Werkstatt eine lange Tradition. Er wurde bereits Mitte der 1970er Jahre in der Werkstatt eingerichtet und wird seit Einführung der Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) im Jahr 2001 alle vier Jahre neu gewählt.

In der Boxdorfer Werkstatt hat der Werkstattrat 5 feste Mitglieder, die sich jeden Freitag von 10.00-11.00 Uhr zur Sitzung treffen. Zusätzlich plant der Werkstattrat eine wöchentliche Sprechstunde für Beschäftigte mit Behinderung und Mitarbeiter.

Der Werkstattrat ist der Vermittler zwischen den Beschäftigten mit Behinderung und der Werkstatt. Er ist Ansprechpartner bei Problemen, Anliegen und auch Ideen der Beschäftigten und bespricht sie mit den zuständigen Stellen. Die Mitglieder des Werkstattrates sollen dabei helfen, Probleme zu lösen und die Arbeitsbedingungen in der Werkstatt zu verbessern. Sie sollen darauf achten, dass Gesetze eingehalten werden und die Rechte der Beschäftigten gestärkt und beachtet werden.


Zweimal im Jahr ruft der Werkstattrat eine Vollversammlung der Beschäftigten und Mitarbeiter ein. Hier kann jeder seine Fragen und Anliegen vorbringen, mit den Kollegen diskutieren und Anregungen und Vorschläge direkt mit den zuständigen Stellen besprechen.


Der Werkstattrat hat einen eigenen Briefkasten für Beschwerden und Anregungen der Beschäftigten mit Behinderung und am schwarzen Brett werden die neuesten Informationen zu wichtigen Themen ausgehängt. Unter der mail-adresse werkstattrat@boxdorfer-werkstatt.de ist unser Werkstattrat auch übers Internet erreichbar.

 

 

"arbeit plus" - Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt - Entscheidungen möglich machen

 

"Arbeit plus" unterstützt behinderte Menschen eigene berufliche Erfahrungen zu machen, ihre Fähigkeiten zu erkunden und ihren eigenen Entscheidungen für ihr Berufsleben zu treffen.

 

Vorbereitung und Qualifizierung in der Werkstatt

Durch die Qualifizierung in der Werkstatt wird vorhandenes Wissen der Teilnehmer/innen aufgefrischt und erweitert. Die Werkstatt wird hierbei als Lernort genützt. Alle theoretischen Inhalte können direkt in der täglichen Arbeit umgesetzt werden.

Integration kann nur gelingen, wenn der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Neigungen im Mittelpunkt steht.

Schwerpunkte der Qualifizierung sind hierbei ein Kommunikationstraining, sowie eine tätigkeitsspezifische Schulung in verschiedensten Bereichen, je nach Eignung und Neigung der Teilnehmer/innen.

Praktika

In Praktika werden die erworbenen Fähigkeiten erprobt, eingesetzt und vertieft. Gleichzeitig wird damit auch die persönliche Eignung für den Arbeitsmarkt ausgelotet oder noch weiterer Qualifizierungsbedarf erkannt. Diese Betriebspraktika dauern in der Regel 6 Wochen. Sie sind für die Praktikumsgeber weder mit Kosten noch mit weiteren Verpflichtungen verbunden. Die intensive Begleitung während dieser Zeit wird durch die Boxdorfer Werkstatt sichergestellt.

Vermittlungen

Herr M. ist Mitarbeiter in der Fertigung bei Aichinger in Wendelstein.

Seine Meinung hier.

Bereits seit 1998 arbeitet Frau G. auf diesem Montagearbeitsplatz bei Sontheimer Elektroschaltgeräte in Nürnberg .

Ihre Meinung hier.

Im Logistikbereich der IKEA in Fürth arbeitet Herr H.

Seine Meinung hier.

In der Backwarenabteilung des REAL-Marktes arbeitet Frau P.

Ihre Meinung hier.

Rahmendaten zu den Vermittlungen

  • Insgesamt wurden 44 Teilnehmer/innen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bei der Vermittlung begleitet.
  • Die Arbeitsverträge sind sozialversicherungspflichtig und tariflich bezahlt
  • Aus der Boxdorfer Werkstatt mit 165 Plätzen erfolgten 24 Vermittlungen
  • Es wurden weit über 400 Praktika durchgeführt
  • Nachhaltigkeit der Vermittlungen seit Jahren konstant weit über 85%  

Arbeitgeberinformationen

Unternehmen bietet "arbeit plus" viele Vorteile.
Sie beschäftigen einen Mitarbeiter mit passgenauen Fähigkeiten für Ihren Arbeitsplatz und einer überdurchschnittlichen Motivation.

Durch kostenlose Einarbeitungszeit, vorherige Betriebspraktika und

  • Einsparungen bei der Ausgleichsabgabe
  • Lohnkostenzuschüsse
  • Mehrfachanrechnung auf die Pflichtplatzquote
  • Förderung der Arbeitsplatzausstattung

sowie sonstige Förderungen durch die Integrationsämter rechnet sich die Einstellung eines Teilnehmers auf jeden Fall.

So unterstützen wir Sie

  • Kostenloses Kennenlernen der Praktikanten
  • Organisation der Einarbeitungshilfe für den Praktikanten
  • Begleitung und Betreuung während des Praktikums und des gesamten Integrationsprozesses
  • Herstellung der Kontakte zu allen am Integrationsprozess beteiligten Behörden
  • Unterstützung bei der Beantragung der Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  • Bei Bedarf auch langfristige Unterstützung und Beratung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer (als Gesellschafter und Kooperationspartner des Integrationsfachdienstes Mittelfranken) 

Zusammengefasst finden Sie diese Informationen hier in unserem Prospekt!

Die Erfahrungen von Arbeitgebern mit uns, finden Sie z.B. hier:

Referenzschreiben Tutogen Medical

Referenzschreiben Nürnberger Versicherung

Informationen für Teilnehmer

„arbeit plus“ bietet

  • Beratung und persönliche Zukunftsplanung
  • Training sozialer Kompetenzen und persönliche Weiterentwicklung
  • Erkunden der eigenen Fähigkeiten
  • Berufspraktische Schulung und interne Praktika
  • Individuelle Berufsplanung und gemeinsame Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz
  • Berufsbegleitung
  • Aufbereitete Informationen.   

„peerXpert“ -  auf Augenhöhe voneinander lernen

Mensch mit Behinderung unterstützt Mensch mit Behinderung lautet das Motto. Die Teilnehmer/innen von „arbeit plus“ erhalten Unterstützung durch den „peerXpert“:

  • in den Schulungen,
  • beim Erlernen von Tätigkeiten,
  • in Beratungsgesprächen.

Der „peerXpert“

  • hat bereits eigene reflektierte Erfahrungen,
  • wird angeleitet und ausgebildet,
  • reflektiert bei der Ausbildung nochmals eigenes Verhalten,
  • teilt Wissen und Erfahrung.

Berichterstattung über "arbeit plus":

Die 22. Vermittlung aus der Boxdorfer Werkstatt in der NZ vom 13.03.15

Behördenspiegel Juli 2014 

 

Betriebliches Arbeitstraining

Seit 2001 beteiligt sich die Boxdorfer Werkstatt am Projekt "Betriebliches Arbeitstraining". Dieses Projekt wird von ACCESS Integrationsbegleitung koordiniert und durchgeführt.


Ziel des Projekts ist, im Anschluss an den Berufsbildungsbereich der Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten.
Im Rahmen des betrieblichen Arbeitstrainings können sich Beschäftigte aus dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt durch Praktika in Firmen des allgemeinen Arbeitsmarkts gezielt qualifizieren.


Ein Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich der Boxdorfer Werkstatt konnte im Anschluss an das betriebliche Arbeitstraining direkt in eine Firma wechseln.

 

Interessante Links zum Thema:

Film1: Boxdorfer Werkstatt